DIE TV-THEATERGRUPPE

Hurra, die Theatergruppe ist 30 Jahr (2012)! Wer hätte 1982 gedacht, dass die damals neu gegründete Gruppe so lange Bestand haben würde! Aus der Taufe gehoben hat sie die inzwischen verstorbene Gretel Glinka…, damals Übungsleiterin der Damengymnastikgruppe. Sie hatte die Idee, die Weihnachtsfeier des Turnvereins einmal anders zu gestalten und ein Weihnachtsmärchen aufzuführen. Aus den Reihen ihrer Turnerinnen formierte sich flugs eine muntere Theatergruppe, die sich für ihren ersten Auftritt für das Märchen "Rumpelstilzchen" entschied. Ihr Erfolg war so durchschlagend, dass das Weihnachtsmärchen inzwischen Tradition und vom 2. Advent nicht mehr wegzudenken ist. 

Der Räuber Hotzenplotz (2016)

Mit viel Witz und unter Einbeziehung ihrer mitfiebernden jungen Zuschauer spielte die Theatergruppe des TVOO am 2. Advent den „Räuber Hotzenplotz“ von Otfried Preussler. Gebannt verfolgten die Kinder den dreisten Diebstahl von Großmutters Kaffeemühle und gaben lautstarke Tipps, wie mit dem bösen Räuber (Rainer Malkewitz) zu verfahren sei. Der gar nicht so dumme Kasperl (Lara Jäger) und der gewiefte Seppel (Luca Stefanic) standen zum ersten Mal auf der Bühne und spielten sich textsicher und charmant in die Herzen der Zuschauer. Die traurige Unke im Unkenpfuhl verwandelte sich unter manchem A und O aus dem Publikum in die schöne Fee Amaryllis (Désirée Stefanic) und machte damit dem großen und bösen Zauberer Petrosilius Zwackelmann (Hildegard Kuhn) den Garaus. Blieb dem nicht so hellen Wachtmeister Dimpfelmoser (Armin Lippert) dann nur noch die Verhaftung des Räubers, und Großmutter (Dagmar Lippert) bekam schlussendlich sowohl Kasperl und Seppel als auch ihre schöne Kaffeemühle zurück. Wie seit 2010 führte Antoinette Malkewitz Regie und stand während der Aufführung als Souffleuse zur Seite. Am Vorhang debütierten aufmerksam Lennart Kah und Alina Gehl.

Der TVOO ist stolz auf seine Theatergruppe, die die über 30-jährige Tradition des Weihnachtsmärchens am Leben erhält und sich jedes Jahr aufs Neue mit viel Einsatz und sichtbar viel Spaß einbringt. Besonderer Dank gilt auch Hendrik Janz: Mit seinen passgenauen Licht- und Soundeinsätzen lässt er es blitzen, donnern, krachen und heulen, dass es eine wahre Freude ist. Den langen Applaus am Ende des Stücks haben sich alle Akteure redlich verdient.

Es ist ein Elch entsprungen (2015)

So ein Schreck kurz vor Heiligabend: Da fällt doch glatt unter riesigem Gepolter und Getöse ein Elch durchs Dach der Familie Wagner! Wie der hochbegabte Bertil (Sören Sänger), seine Schwester Kiki (Cara Ullersperger) und Mama Wagner (Désirée Stefanic) erfahren, heißt das plüschige Ding mit Geweih Mister Moose (Hildegard Kuhn). Abgeschmiert bei der Probefahrt mit dem Schlitten vom Weihnachtsmann, wartet der Elch nun mit verstauchtem Hinterbein darauf, dass sein Chef ihn findet. Schließlich steht Weihnachten vor der Tür und die Kinder warten doch auf ihre Geschenke!

Aber bis es so weit ist, erwarten Mister Moose und die Kinder noch jede Menge Aufregungen. Denn Bauer Pannecke (Armin Lippert) ist passionierter Großwildjäger und lässt sich ein Elchgeweih so dicht vor der Nase nicht gern entgehen. Aber da hat er die Rechnung ohne die Kinder im Publikum gemacht, denn sie schlagen ihn gemeinsam lautstark in die Flucht. Dann kreutzt endlich auch  der Weihnachtsmann (Armin Lipppert) auf, landet aber dank des Likörchens von Oma (Dagmar Lippert) umgehend in der städtischen Nervenklinik. Aber Ende gut, alles gut: Mister Moose und Santa finden zueinander und Weihnachten ist wieder einmal gerettet.