Wandergruppe Flotte Sohle

Die Flotte Sohle bricht wieder zu neuen Abenteuern auf, sei dabei!

 

Monatliche Wanderungen 2019
29.09., 03.11. und 15.12.

 

Startzeit ist jeweils um 9.30 Uhr an der TV Halle, Essenheimer Straße 19.

Die Touren sind auch für Einsteiger geeignet (ca.12 – 16 km). Benötigt werden festes Schuhwerk sowie wetterfeste Kleidung. Die Verpflegung übernimmt jeder selbst.

Der Ausrichter übernimmt keinerlei Haftung.
Infos unter Telefon: 06136 / 87546 

 

Wir treffen uns an den festgelegten Sonntagen um 9.30 Uhr an der TV-Halle und fahren mit dem PKW in Fahrgemeinschaften zu unseren Wanderzielen, die wir in ca. einer Stunde Fahrzeit erreicht haben.

Verpflegung nehmen wir alle im Rucksack mit. Feste Wanderschuhe brauchen wir, damit wir auch mal einen Weinbergs- oder Rheinhessen-Hügel erklimmen können.                          

Erlebnisreiche Tage in Galtür 2019

Fit waren die Hochgebirgswanderer des TV. Gestärkt durch morgendliche Gymnastik, durften die Teilnehmer ein umfangreiches Programm erleben. Zum Eingewöhnen wurde der Ballun Klettersteig auf den Birkhahnkopf in über 2000m Höhe erklommen. Anspruchsvolle Seilstücke und eine Seilbrücke standen als Herausforderung vor einem grandiosen Blick in das Paznauntal. Der nächste Tag war eine mentale Herausforderung, die Staumauer des Silvretta Stausees wurde erklommen. Die über 30m senkrechte Betonwand, welche Millionen von Kubikmeter Wasser staut, brachte die Sinne zum Rotieren. Schaffen wir das? Ja, wir haben es geschafft. Unter Beifall der Zuschauer kamen alle gut an. Eine Abschluss Runde um den Stausee machte den Tag zum Erlebnis.

 

Etwas ruhiger und Entspannung pur war die Wanderung zum Berglisee oberhalb von Ischgl. Vorbei an einer alten Bergsiedlung durch herrliche Wälder und Wiesen, führte der Weg zum wunderschönen gelegenen Berglisee. Eine Stimmung der Ruhe und Zufriedenheit kam auf. Der Rückweg mit Einkehr in der Lareinalpe war ein gelungener Abschluss für diesen Tag.

 

Frühes Aufstehen war am nächsten Tag für einen Sonnenaufgang in den Bergen angesagt. Nach müder Anreise zum Einstieg fehlte leider zuerst einmal der gebuchte Bergführer. Verspätet, aber gerade noch rechtzeitig, kam er an und führte die Gruppe im strammen Bergführertempo zum Aussichtspunkt. Sonnenaufgang, ein Naturschauspiel der besonderen Art, konnten die Wanderer genießen, und sie freuten sich schon auf das üppige Bergfrühstück in der Hütte.

Einige Teilnehmer holten sich beim Skyfly in Ischgl einen besonderen Adrenalinkick. An einem zwei Kilometer langen Stahlseil flogen sie mit 85 km/h durch die Kitzlochschlucht.

 

Eine Ausdauerleistung war die Wanderung zur Jamtalhütte. Vorbei an der Scheibenalm ging es 9km stetig bergauf und auf dem Rückweg nur bergab. Eine Entlohnung für die Anstrengung und das Quälen der Gelenke war der Weitblick über die Berggipfel und auf den Jamtal Gletscher. Dieser sollte noch im Laufe der Woche überquert werden. Auf dem Rückweg machte die Gruppe in einer urigen Berghütte halt. Bei ausgelassener Stimmung wurden die verbrauchten Kalorien schnell wieder aufgefüllt. Fast 20km im Berg lagen an diesem Tage hinter den flotten Sohlen des TV-Ober-Olm.

 

Auch die Mountainbiker des TV kamen auf ihre Kosten. Auf mitgebrachten und angemieteten Rädern wurde die Zeinisjochrunde unter die strammen Waden genommen. Von Galtür aus bergauf über das Zeinisjoch, vorbei an Stauseen und Almhütten, führte die Strecke auf teilweise 20-prozentigen Abfahrten nach Partenen. Von nun an ging es wieder schweißtreibend bergauf zur Bieler Höhe. Stolz haben die Teilnehmer an diesem Tag ca. 1400hm bewältigt. In der Dorfhalle von Galtür konnten die Liebhaber der Volksmusik einen schönen Abend verbringen.

 

Anstrengend und schwierig erwies sich der Klettersteig zur Greitspitze auf über 2800m. Der schwierige Teil am Einstieg wurde beispielhaft mit gegenseitiger Hilfe gemeistert, der weitere Verlauf forderte Konzentration und Klettertechnik. Alle Teilnehmer erreichten glücklich das Gipfelkreuz, an welchem eine ausgiebige Vesper gehalten wurde. Der Weitblick und die Ruhe brachte eine ganz besondere Stimmung.

 

Für den Tag vor der Abreise hatten die Organisatoren nochmals ein Highlight gesetzt. Der Jamtalgletscher sollte überquert werden. Der Bergführer hatte uns Steigeisen in einer Kiste ins Hotel gestellt, nach dem Motto, "ihr seid erfahren, seht zu, wie ihr die Teile an die Schuhe bringt". Es wurde ein lustiger Abend.

Der Folgetag begann mit einer holprigen Fahrt im Hüttentaxi zur Jamtalhütte. Nach kurzem Anstieg über die Gletschermoräne wurde die Gruppe aufgeteilt. Eine ohne Bergführer und eine mit. Kein Problem, geht, war die kurze Ansage. Schnell ging das Anlegen und Anseilen vonstatten, denn wir hatten ja geübt. Mit vielen Erklärungen zur Umwelt und geologischen Beschaffenheit des Gletschers kamen alle gut voran. Kleine Spalten, Wasserläufe und vereiste Stellen waren kein Hindernis für die Wanderer. Durch eine etwas stärkere Gletscherbewegung entstand kurz eine etwas angespannte Situation beim Verlassen des Eises. Aber auch das muss man einmal erlebt haben. Ein wiederum schöner Ausklang des Tages war der gemeinsame Aufenthalt auf der Berghütte.

 

Fazit der nun 28. Bergwanderung:

Es war wieder schön mit Euch in den Bergen. Wir alle haben uns anstrengen müssen, und das war gut so. Das frühe Aufstehen zum Sonnenaufgang und zur täglichen Gymnastik war hart, hat sich aber gelohnt. Die Mountainbiker haben die Zeinisrunde gerockt, Luftsegler Adrenalin versprüht und Kletterspezis die Muskel spielen lassen. Der Berglisee war für die Seele. Die Geher haben mittels Silvretta-Card die Bergwelt erkundet. Die Verpflegung im Hotel hat uns das Gewicht halten lassen. Eine mentale Anstrengung war das Erklimmen der Staumauer. Es war „Flotte Sohle Wetter“. Der täglich Umtrunk nach den Erlebnissen auf der Terrasse war immer einfach schee, wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.

Text: Reinhard Becker

 

Der Termin für die Wanderung 2020 liegt vom 26.8 bis 30.8.2020. Ausschreibung folgt.

Jährliche Gebirgswanderung

Einmal im Jahr gehen wir mit erfahrenen, trittsicheren und Klettersteig-Geübten ins Hochgebirge. Hier unternehmen wir Hochtouren mit Klettersteigen, für die alle eine Ausrüstung benötigen. Für schwere Touren und Gletscher-Begehungen nehmen wir uns einen Bergführer.

Einsteigern sind wir gerne behilflich. Bei Interesse an Hochtouren gehen wir zum Testen in einen Klettersteig an die Rheinhöhen. Hier kann man dann herausfinden, ob die körperliche und geistige Verfassung und Schwindelfreiheit ausreichend für das Hochgebirge sind.

 

Wer führt?

Das Orga-Team der Wandergruppe besteht aus vier Personen:

 

Ritrud Secker         Wellness und Unterhaltung

Anette Becker        Unterhaltung und Wellness

Wolfgang Secker    Tourenführung Flachland und Klettersteige

Reinhard Becker     Tourenführung Hochgebirge und Klettersteige

 

Infos unter Telefon 06136/87546

 

Gebirgswanderung mit der Flotten Sohle im Vinschgau (2018)

Wenn der Puls langsam steigt, fühlen sich die Gebirgswanderer der Flotten Sohle wohl. In diesem Jahr ging es in den Vinschgau. Um die Muskeln in Form zu bringen, wurde am Anreisetag eine kleine Einkehrtour unternommen. Am Tag darauf ging es bei sonnigem Wetter zu einem kleinen hochgelegenen Bergweiler. Besucht wurde auch einer der schönsten Wasserfälle im Alpenraum: der Patschinser Wasserfall mit 100 Metern Fallhöhe. Nach einem Halt im Dursterhof, einer aus Naturmaterialien gebauten Jausenstation, ging es zurück nach Rabland. Nach Frühsport und mit einem reichhaltigem Frühstück gestärkt, fuhren die Wanderer am Folgetag ins nahe gelegene Martelltal. Schon die Fahrt zum 2000 Meter hoch gelegen Parkplatz war ein Erlebnis. Mit Blick auf die Gletscherwelt von Cevedale und Ortler führte der Weg über die Plimaschlucht zum hochalpinen Murmele-Klettersteig. Nach der Begehung des Steiges feierten die Wanderer auf der Hütte das Ende der 26. Bergtour.

Text: Reinhard Becker

Ein Vierteljahrhundert mit dem TVOO in die Bergen (2017)

Vor 25 Jahren wurde die Wandersparte „Flotte Sohle“ im Turnverein gegründet. Jährlich gehen ca. zwanzig Hochgebirgswanderer in die Berge. Die erste Tour ging zur Zugspitze. Danach folgten Orte wie Vent (Geierwallihof), Galtür, Drei Zinnen, Watzmann, Schnalstal, Ramsau, Toblach u.v.m. Anfänglich wurden Touren gegangen. Nachdem die Organisatoren Spaß an Klettersteigen entwickelt hatten, wurde entsprechende Ausrüstung angeschafft und die Gruppe behutsam an das Klettern in den Steigen herangeführt. Heute sind viele Teilnehmer in der Lage, Klettersteige mit mittlerem und hohem Schwierigkeitsgrad zu begehen. Ein aus Holz geschnitzter Rucksack mit Gravur aller besuchten Orte sowie ein handgesticktes Banner werden zu jeder Reise mitgenommen.

Auch im ewigen Eis war die Gruppe. So hat man in 2010 auf dem Schnalstaler Gletscher ein Abseilen in Eisspalten unternommen. Mit den Jahren kamen mehr als 40 Steige und ebenso viele Gipfel zusammen. Aber nicht nur die sportliche Aktivität steht im Vordergrund, auch die Geselligkeit wird gepflegt. Die Teilnehmer werden jährlich am Anreisetag zu einer Einkehr-Tour (Eingehen) empfangen, bei der sie durchaus auch festliche Anlässe wie Geburtstage, Silberhochzeit feiern.

Schön sind auch gemeinsame Stunden auf den Almhütten. Obligatorisch sind schon die täglichen Treffs nach den Wanderungen, hier wird das Erlebte bei geistigen Getränken nochmals ausgelebt.

In den Anfängen der Wanderungen wurde gerne in Hütten übernachtet, was heute auf Grund von Überfüllung fast nicht mehr möglich ist. Jetzt bevorzugt die Gruppe Unterkünfte mit Sauna und Bad, wo die angespannten Muskeln wieder gelockert werden können. Inzwischen hat sich eine frühmorgendliche Gymnastikstunde etabliert.

Jährlich im Januar trifft sich die Gruppe im vereinseigenen Pits Treff, um bei Kaffee und Kuchen Rückblick zu halten und neugierig auf das nächste Wanderziel zu schauen.

In diesem Jahr feierte die Gruppe ihr fünfundzwanzigstes Bestehen. La-Villa in der Nähe des Sella Massives war unsere Station. Die Organisatoren waren früher angereist und hatten mit fleißigen Helfern zur Begrüßung ein Banner an der Außenseite des Hotels angebracht. Nach kurzem Hallo ging es auf eine schöne Talrunde, bei herrlichem Ausblick wurde ein Geburtstagstrunk genossen. Für den Abend hatten die Hauswirte zum ladinischen Essen eingeladen. Nach Aperitif und Häppchen gab es riesige Kalbshaxen mit Knödel und Kraut. Eine gute Grundlage für den nächsten anstrengenden Tag.

Zum Frühstück war eine Überraschung organisiert. Anlässlich des Jubiläums lag auf jedem Platz ein Schweißtuch, das eine fleißige Wanderin für jeden Teilnehmer mit persönlicher Widmung bestickt und somit ein schönes Andenken geschaffen hat.

Mit dem Schweißtuch im Gepäck ging es zur Besteigung des Piz la Lech und für die Tourengeher zur Hochebene des Piz la Ila. Die Hochebene ermöglichte Ausblicke zur Marmolata und der Civetta. Die Gruppe der Kletterer stand zwischenzeitlich vor dem Klettersteig und staunte über den sehr anspruchsvollen Einstieg. Gut trainiert und gesichert schafften alle den Steig. Der Ausblick über die gesamten Dolomiten war die Belohnung. Glücklich und zufrieden trafen sich alle bei Veneziano und Gerstensaft mit einem Grinsen im Gesicht auf der Terrasse.

Für den nächsten Tag war Regen angesagt, doch Petrus hatte ein Einsehen. Die Tourengeher konnten den Friedrich August Weg begehen und die Kletterer bestiegen über einen Klettersteig den Col Rodella, vesperten dort und machten viele schöne Fotoaufnahmen.

Alle trafen sich zum Abschluss des Tages bei Sonnenschein auf der Salei Hütte.

Für den letzten Wandertag zum Auslaufen begingen alle zusammen einen schönen Kulturweg über St. Kassian. Der Weg war zur Lockerung der Muskeln und Sehnen bestens geeignet.

Am Abend wurden in der separierten Stube des Hotels nun endlich die 25 Jahre Gemeinsamkeit in den Bergen gefeiert. Zum Auftakt sang man ein „Flotte Sohle“ Lied. Die Feststellung war, wir können doch besser wandern und klettern als singen. Eine Bilderschau der letzten 25 Jahre brachte alle zum Lachen: Über damaliges Aussehen, Frisuren, Kleidungstücke und Ausrüstung wurden gelästert. Die Erkenntnis ist gereift, dass wir alle inzwischen zwar älter, aber besser und schöner geworden sind.

Überrascht und erfreut war das Orgateam von den großzügigen Geschenken als Dankeschön für die langjährige Betreuung. Am nächsten Tag ging es wie immer viel zu früh auf die teilweise stark befahrene Autobahn Richtung Heimat.

 

Fazit:   Man kann sagen,

wir waren und gehen wieder im nächsten Jahr mit Freunden in die Berge.

Text: Reinhold Becker