AuF-Leben 

Projekt AufLeben – TV 1848 Ober-Olm und Gemeinde und im Tandem gegen Bewegungsarmut im Alter

Ältere Menschen vor die Tür zu locken, sie mit anderen in Kontakt zu bringen und sie dazu ermuntern, sich regelmäßig zu bewegen,  das sind die erklärten Ziele des neuen Kooperationsprojekts „Auf-Leben (Im Alter Aktiv Und Fit Leben in der Kommune). Das Projekt wurde vom Deutschen Turner-Bund (DTB) im März 2019 ins Leben gerufen und konnte in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm gleich zwei Turnvereine für sich begeistern: Am Start sind sowohl der TuS 1899 Jugenheim e.V. und der TV 1848 Ober-Olm e.V. Im Tandem mit ihren jeweiligen Ortsgemeinden unterzeichneten sie dazu jeweils noch im Dezember 2019 eine Absichtserklärung. Darin verständigen sie sich, sich dem Thema „Gesundheitsförderung der älteren Menschen“ verstärkt zu widmen.

Nun gilt es, die Absicht mit Leben zu füllen. „Der Part der Vereine ist, wie kann es anders sein, der sportliche. Wir bieten niederschwellige, d. h. leicht zugängliche, Angebote an. Das kann ein Gesundheits-Sportkurs sein, aber auch gemütliche Spaziergänge durch den Ort“, führt Jasmin Bangel, Seniorensportbeauftragte des TV Ober-Olm, aus. Ihr Pendant im TuS Jugenheim, Andrea Walther, hat bereits mehrere solcher Bewegungsangebote durchgeführt. Unter anderem hat sie bei einem Kurs für Ältere der Volkshochschule (VHS) Jugenheim kurze 10-minütige Bewegungseinheiten in den Kurs integriert. 

Die Aufgabe der Ortsgemeinden wird es in den nächsten Monaten sein, Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt zu machen und weitere örtliche Unterstützer zum Mitmachen zu animieren. Je größer das Netzwerk, desto besser kann die Zielgruppe erreicht werden. 

Die Zielgruppe sind Menschen ab 60 Jahren, bewegungseingeschränkte Senioren oder solche, die langfristig nicht aktiv waren und dementsprechend  gesundheitlich gefährdet sind. „Angesprochen dürfen sich aber auch fitte, aktive Menschen, die sich etwas Gutes tun wollen. Wir möchten mit dem Projekt ältere Menschen vor Vereinsamung und Bewegungsmangel schützen und gleichzeitig auch ihre Gesundheit erhalten, egal, wie aktiv sie jetzt schon sind. Wie wir das in Coronazeiten umsetzen, darüber machen wir uns aktuell Gedanken“, ergänzen Bangel und Walther.

Das Projekt wird vom GKV-Bündnis für Gesundheit gefördert – eine gemeinsame Initiative der gesetzlichen Krankenkassen zur Weiterentwicklung und Umsetzung von Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten.

Foto: Rheinhessischer Turnerbund (RhTB)